LA TRAVIATA (BLU-RAY RELEASE)
GIUSEPPE VERDI

Label:   Arthaus-Musik
Genre:   Opera
Dirigent:   Lorin Maazel
Regie:   Liliana Cavani
Choreograph:   Micha van Hoecke
Aufnahmedatum:   2007
Aufnahmeort:   LIVE RECORDING FROM THE TEATRO ALLA SCALA DI MILANO, 2007
Laufzeit:   134 min
Bildformat:   16:9
Soundformat:   PCM Stereo
Region Code:   0
Veröffentlichung:   2008
Einschränkung: Worldwide available

Mitwirkende:
Violetta Valéry: ANGELA GHEORGHIU Alfredo Germont: RAMÓN VARGAS Giorgio Germont: ROBERTO FRONTALI

Orchester/Chor:
Orchestra, Chorus and Ballet of the Teatro alla Scala

Specials:
PCM Stereo, dts-HD Master Audio 7.1 Blu-ray Disc, 25 GB (Single Layer) Subtitle Languages: IT, GB, D, F, SP Menu Language: GB Cat. No. 101 344




Informationen:

INTIME SEELENZUSTÄNDE IN BLANKEM REALISMUS

 

La Traviata ist ein musikgeschichtlicher Meilenstein, denn sie markiert eine Annäherung der romantischen Oper an den Realismus. Zum ersten Mal wurde ein zeitgenössischer Stoff mit zeitgenössischen Figuren für eine Opernhandlung gewählt. Eine tatsächliche Prostituierte, Tuberkulose, ein sogenannter Ehrenmann, dessen provinzielle Moralvorstellungen mit denen der oberflächlicheren Welt der französischen Hauptstadt kollidieren, Geld, bürgerliche Wohlanständigkeit contra lasziver Party-Flitterglanz – solche Themen etablierten sich seitdem auf der Opernbühne.

 

Über die immense Spannweite der Titelpartie der Violetta vom Brillantfeuerwerk des 1. Akts bis zu den rein lyrischen Melodiebögen des „Addio del passato“ äußerte die legendäre Rosa Ponselle treffend, jede Violetta müsse eigentlich über vier Stimmen verfügen – nämlich in jedem Bild über eine andere.

 

Im Sommer 2007 wurde Liliana Cavanis und Dante Ferrettis Traviata-Produktion an der Mailänder Scala wiederaufgenommen. Die Titelrolle wurde hier erstmals von der rumänischen Star-Sopranistin Angela Gheorghiu verkörpert, die nicht nur über unersättliche Stimmqualitäten für diese Rolle verfügt, sondern ebenfalls szenisch restlos überzeugt. Ihr zur Seite stand der mexikanische Tenor Ramón Vargas als Alfredo. Den Giorgio Germont sang der Italiener Roberto Frontali. Dirigent Lorin Maazel hatte letzterem die Bariton-Cabaletta „Non udrai rimproveri“ („Ich werde keine Vorwürfe hören“) aus dem Finale des zweiten Bildes gestrichen und dafür massiv Vorwürfe vom Scala-Publikum zu hören bekommen. Der Maestro musste schließlich nachgeben und sich dem Willen des nach musikalischer Vollständigkeit strebenden Publikums beugen. Da soll noch einer behaupten, es gebe keine echte Leidenschaft für Kultur mehr … An den italienischen Opernhäusern ist sie lebendig!

 

Liliana Cavanis Inszenierung der Traviata setzt auf eine Personenregie voller prägnanter psychologischer und realistischer Details in einem konventionell-realistischen szenischen Rahmen.

 

 

Pressemeldungen
LA TRAVIATA

"Überragender Klang, exzellente Kameraführung und vor allem atemberaubend scharfe Bilder, die jeden Wimpernschlag, jedes Blitzen der Augen einfangen - genial!"

Jens-Uwe Sommerschuh, Sächsische Zeitung, 05.11.2008


 
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